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Clustertheorie  


Bremsstrahlung und Gravitationswellen

Haben freie aus einer Anode kommenden Elektronen eine Potentialdifferenz U durchflogen, so werden sie am Ende ihres Fluges abgebremmst und haben ihre Energie an die sogenannte Bremsstrahlung abgegeben. Diese Energie bestand zu Beginn ihres Fluges nur aus einer potentieller Energie, die sich für alle Bezugssyssteme auf denselben festen Punkt bezieht und später auch aus kinetischer Energie. Indem wir das Wort "Bremsstrahlung" benutzen, verfügen wir unbewusst über ein Bezugssystem. Wir meinen nämlich mit diesem Wort, dass die Elektronen verlangsamt wurden, was aber in einem anderen Bezugssystem auch als Beschleunigung der Elektronen verstanden werden kann. Wenn man in einem Auto sitzt, das bremst, erfährt man eine beschleunigende Kraft. Eine Abstrahlung ist ein irreversibler Prozess, der damit Einfluss auf unsere Kausalkette hat. Eine Abstrahlung kann daher für keinen Beobachter zu einem Empfang von Strahlung umgedeutet werden. Wenn es also kein weiteres objektivess Kriterium darüber gäbe, ob eine Abstrahlung oder ein Strahlungsempfang vorliegt, dürfte es der Eindeutigkeit der Kausalkette zuliebe überhaupt keine Strahlung geben.

Tatsächlich aber liefern der Energiesatz und der Elektronenspin zwei solche Kriterien. Betrachten wir zunächst in diesem Zusammenhang den Energiesatz.

Wenn das Elektron in einem Bezugssystem ruht und keine potentielle Energie besitzt, verlangt der Energiesatz, dass es nicht strahlt, weil die kinetische Energie nicht negativ werden kann. Besteht die Energie eines Elektrons in einem Bezugssystem nur aus kinetischer Energie, so gibt es immer ein Bezugssystem, in dem das Elektron ruht und von dem aus gesehen das Elektron also nicht strahlen kann. Verfügt jedoch das Elektron über potentielle Energie, behält es diese in allen Bezugssystemen. Diese potentielle Energie eines Elektrons ist also unabhängig von den Bezugssystemen und kann daher ohne Einspruch von irgendeinem Bezugssystem in Form von Röntgenstrahlen in einem Bremsprozess abgestrahlt werden, wenn sie sich in kinetische Energie umwandelt, wie das zu Beginn dieses Artikels beschrieben wurde.

Hierin liegt auch der Grund dafür, dass die mit Bremsstrahlung erzeugte Röntgenstrahlung nahezu fast ungehindert jede Materie durchqueren kann, da sie die für eine Absorption erforderlichen Bedingungen, zu denen auch eine bestimmte Frequenz gehört, kaum erfüllt. Röntgenstrahlen haben ein nahezu kontinuierliches hochfrequentes Frequenzspektrum.

Eine weitere Konnequenz dieses Sachverhaltes ist, dass die kinetische Energie, mit der die Elektronen in eine Bremsstrecke eingetreten sein könnten, ncht in der Bremsstrahlung zu finden sein wird, da diese Eintritts-kinetische Energie für ein passendes Bezugssystem gleich Null ist.. Die maximale Energie der Bremsstrahlung entspricht nur der Potentialdifferenz der Bremsstrecke..

Wenn aber die Abstrahlung von den Bezugssystemen abhängt, genügt es nicht, zu sagen, dass nur dann gestrahlt werden darf, wenn kein Einspruch seitens eines Bezugssystem vorliegt, sondern es ist dann die ganze Theorie falsch, die besagt, dass beschleunigte Elektronen unter besonderen Umständen strahlen können, denn woher "wissen" diese Elektronen, ob in ihrem Fall diese besonderen Umstände vorliegen, ob sie also von einer potentiellen Energie stammen. Richtig - wenn auch ungewohnt - , ist, zu sagen, dass nur potentielle elektrische Energien bei ihrer Umwandlung in kinetische Energien strahlen.

Wenn es Gravitationswellen überhaupt gibt, muss das Gesagte voll und ganz auch für die Gravitation gelten, insbesonders dass die Ausstrahlung solcher Wellen nicht nur von den Beschleunigungen der Massen abhängt. Ob es aber Gravitationswellen gibt, könnte man somit prinzipiell durch Messung der Energieverluste möglichst reibungsfreier Pendel (s.z.B.die Pendel von Pendel-Uhren) feststellen, da bei ihnen ständig potentielle in kinetische Energie umgewandelt wird.

Da auch die Stellungen der Elektronenspins unabhängig von den Bezugssystemen sind, können auch sie zusammen mit der Bewegung des betreffenden Elektrons über eine Strahlung entscheiden, was ich in meinem Artikel
E=h*Nue näher beschrieben habe. Im Gegensatz zu den mithilfe des Potentialabbaus entstandenen Strahlungen hängen diese Strahlungen von dem Planckschen Wirkungsquantum h ab. Wichtig sind für uns beide Arten von Strahlungen und zwar die einen besonders für Licht und Wärme von der Sonne und die anderen für unsere technischen Anwendungen.


Fazit

Damit eine Strahlung gegenüber allen Bezugssystemen eindeutig bleibt, kann nur potentielle Energie abgestrahlt werden. Zusätzlich können jedoch Elektronen mithilfe ihres Spins strahlen. Ob es Gravitationswellen gibt, kann man prinzipiell durch Messsung der Energieverluste möglichst reibungsfreier Pendel feststellen
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