Stern - Gerlach
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Vielkörperproblem
 

Die Verschränkung

Nicht nur eine Geschwindigkeit bekommt erst im Verhältnis zu einer anderen Geschwindigkeit - einer sogenannten Bezugsgegeschwindigkeit - einen Sinn, sondern wie bei der freien Wahl eines Bezugssystems steht es im Belieben eines Betrachters, der ein "Rad" (dieser Name stehe stellvertetend für alle sich drehenden Objekte) von dessen einer Seite aus betrachtet, die Winkelgeschwindigkeit dieses Rades als positiv oder als negativ zu definieren. Er entscheidet damit zugleich, dass die Winkelgeschwindigkeit dieses Rades, von dessen anderer Seite betrachtet, das andere Vorzeichen erhält, und zwar unabhängig davon, wie weit der andere Betrachter vom Rad entfernt ist. Bereits diese Aussagen der beiden Betrachter über die Winkelgeschwindigkeit des Rades sind also abhängig voneinander, und könnten vielleicht "verschränkt" bezeichnet werden. So, wie ich aber den Begriff der Verschränktheit verstanden habe, meint man mit dem Wort "Verschränkung" die Zustände von zwei Rädern, deren Verhalten laut Einstein in "spukhafter" Weise voneinander abhängt.

Ändert man an einem Ort die Bezugsgeschwindigkeit, reagiert ein Elektron entsprechend auch an einer weit entfernten Stelle sofort mit einer Änderung seines dortigen Magnetfeldes. Man kann jedoch diesen Umstand nicht zur Übertragung einer Nachricht ausnutzen, da z.B. die Messung eines Magnetfeldes nur über dessen Lorentzkräfte möglich ist, in deren Formel sich die gesuchte Bezugsgeschwindigkeit aber weghebt. Man kann auch keine Geschwindigkeitsunterschiede beliebiger Gegenstände zur Nachrichtenübermittlung benutzen, da sich auch die Geschwindigkeit eines Gegenstandes nur gegenüber den Geschwindigkeiten anderer Gegegständen messen lässt, bei deren Messung sich die Bezugsgeschwindigkeit ebenfalls weghebt.

Das ist etwas anders bei der Betrachtung des Vorzeichens einer Winkelgeschwindigkeit, da ihre Beurteilung zwar nicht von der Beurteilung anderer Winkelgeschwindigkeiten abhängt, aber es könnten benachbarte Winkelgeschwindigkeiten auf bestimmte Weise miteinander wechselwirken und damit dann doch die Kausalkette beeinflussen. Die Natur errreicht die erforderliche Konstanz der Kausalkette beim tatsächlichem Wechsel der beiden Seiten einer Winkelgeschwindigkeit eines Rades- nennen wir es Rad numero 1- indem die Betrachtungsseiten aller anderen Räder - darunter auch diejenigen des Rades numero2 - ebenfalls tatsächlich ausgetauscht werden, denn nur dadurch erreicht sie, dass die Kausalkette bei dem Wechsel der Betrachtungsseiten eines Rades mit Sicherheit unverändert bleibt und sie damit gegenüber der Wahl der Betrachtungsseite eines Rades endeutig bleiben kann. Das Besondere aber dabei ist, dass man am Verhalten des Rdes 2 bemerken kann, ob sich die Betrachtungsseite desRades numerr 1 tatsächlich geändert hat oder nicht.

D.h. entweder verändern sich die Vorzeichen der Winkelgeschwindigkeiten der beiden Räder numero 1 und numero 2 oder sie verändern sich für beide Räder nicht. Beide Räder sind in diesem Sinne miteinander mit großer Geschwindigkeit über große Entfernungen hinweg "verschränkt"

Physikalisch interessant wird das alles, wenn man z.B. mit "Rad" den Elektronenspin meint, und es erhebt sich die Frage, ob eine derartige Verschränkung zur Übermittlung von Nachrichten genutzt werden kann.

Da sich das alles mit großen Geschwindigkeiten abspielt, kann der Verschränkungspartner (Rad numero 2) auch bei sehr großen räumlichen Abständen der beiden Partner an der Änderung der Winkelgeschwindigkeit seines Rades erkennen, ob sich die Seiten des Rades numero 1 innerhalb eines Zeit-Abschnittes einer festen Zeitsequenz verändert haben oder nicht verändert haben. Dabei ist diese Sequenz beiden Verschränkungspartnern bekannt und hat etwa die Bedeutung einer Radio-Frequenz., wie überhaupt diese Art der Nachrichtenübertragung fast identisch zur Nachrichtenübertragung mittels Lichtwellen oder Radiowellen ist, wenn man vom Übertragungsmedium absieht. D.h. der Verschränkungspartner empfängt unter dieser Sequenz eine Ja - Nein -Folge, mit deren Hilfe er in der Lage ist, jedwede Nachricht zu empfangen und zu entschlüsseln.

Hier noch zwei Bemerkungen im Nachgang zu dieser Überlegung: Zum einen hat sie nichts mit der Quantentheorie - also nichts mit dem Planckschen Wirkungsquantum - zu tun. Zum anderen umgeht sie die Schwierigkeit der genauen Identifikation des Verschränkungs-Partners, da jede Winkelgeschwindigkeit am ausgewählten fernen Ort und im Rahmen der gewählten Zeitsequenz als Verschränkungs-Partner geeignet ist


Fazit

Es wird eine Erklärung für Einsteins "spukhafte Erscheinung" vorgeschlagen, die sich auf die Eindeutigkeit unserer Kausalkette stützt und eine sehr weitgehende Ähnlichkeit zur Radio - odrer Fersehübertragung hat